Tradition und Moderne

Am heutigen Tag mieten wir uns für die letzten beiden Tage wieder ein Auto um flexibel über die Insel düsen zu können. Erster Anlaufpunkt ist in Kashitate, die jeden Montag stattfindende Vorführung traditioneller Lieder und Tänze, sowie Hachijodaiko. Ich sehe diese Vorführung nun schon zum dritten Mal und es ist immer wieder beeindruckend mit welcher Liebe hier die Tradition gepflegt und erhalten wird. Ich hoffe es werden sich in Zukunft auch junge Leute in Hachijo-jima finden, die daran anknüpfen, so dass die Inhalte der Lieder und Tänze nicht verloren gehen.

Während dieser Vorführung bricht draußen ein gigantischer Wolkenbruch vom Himmel. Da wir uns in einer Art Gewächshaus befinden ist es eine beeindruckende Geräuschkulisse.

Als Tourist bleibt man auf dieser kleinen Insel nicht ganz unbemerkt, also gibt es immer jemanden, der uns irgendwo schon einmal gesehen hat und weiß, dass wir die Trommel schlagen können. Und ruckzuck wird man freundlich genötigt ein paar Bachi in die Hände zu nehmen und wird an die Taiko geschoben. Hier in Kashitate begleitet mich Anne an der Taiko, was mich sehr freut.

Danach lädt uns Kota-San, für den Nachmittag, ans Meer zum Trommeln ein. Die Zeit bis dahin nutzen wir um uns noch etwas am Meer herum zu drücken und den Welllen zuzuschauen.

Und um 14 Uhr stehen wir wieder an der Taiko, im Rücken den Hachijo-Fuji und den Blick aufs Meer gerichtet. Kotas Freund Choi Jae Chol, ein Trommler der das traditionelle koreanische Trommeln pflegt, ist auch dabei und es gibt eine wilde Session aus Hachijodaiko, Janggo, Schreigong und Flöte.

Den Tagesausklang verbringen wir wieder im Onsen mit Blick auf den verregneten Pazifik.

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