Sesshin und Taiko

2024 startete der erste Versuch des neuen Formats „Sesshin und Taiko“ auf dem Benediktushof in Holzkirchen. Gemeinsam mit Zen Meister Manfred Rosen und Nikolaos Gebet haben wir die Teilnehmer 5 Tage durch das Erlebnis „Stille und Klang“ begleitet.

„Schlage die Trommel und fürchte dich nicht“ war unser Leitspruch. Dass die Erfahrung der Stille nichts mit der Abwesenheit von Geräuschen zu tun hat, war für die begeisterten Teilnehmer eine neue Erfahrung, auch wenn diese Klänge aus der Stille ihnen durchaus einiges abforderten an körperlicher wie geistiger Präsenz. (Zitat: Manfred Rosen)

Stille und Klang bedingen sich gegenseitig und ergänzen sich auf faszinierende Weise. Ohne Stille gäbe es keinen Raum für Klang, und ohne Klang wäre die Stille leer und bedeutungslos. Beide Elemente sind daher untrennbar miteinander verbunden und bilden eine harmonische Einheit in unserem Leben.

2025 ist geplant, dieses Format fortzusetzen. Ich freue mich auf dich, wenn du dich dieser inneren und äußeren Erlebnisreise anschließen möchtest.

In der Abschlussveranstaltung hatte ich dann noch die Ehre im Zendo des Benediktushof die Taiko zu schlagen. Ich habe mich für ein Arrangement aus der Komposition Rokudaikyô von Eitetsu Hayashi und Soloelementen von Yuji Utzuki entschieden. Beide Trommler sind bereits viele Jahre Teil meines Taikoweges.

Rückmeldungen einzelner Teilnehmer

Ein sehr intensives Sesshin. Morgens und abends wurde getrommelt, dazwischen saßen wir Zazen. Die Trommeln klingen gewaltig. Da die Trommel auf Bauchhöhe ist, spürt man jeden Schlag deutlich als Vibration die durch den ganzen Körper und besonders den unteren Bauch dringt. Man kann sagen: Jeder Trommelschlag ist wie ein Spiegel. Das gemeinsame Trommeln hat die Gruppe gestärkt und ihre Energie gesteigert. Das konnte man spüren und dies wurde auch in der Abschlussrunde deutlich vom vielen Teilnehmenden kommuniziert.

Das Sesshin mit Taiko war für mich ein echtes Erlebnis!

Ich empfand die Erfahrung von „ganz gegenwärtig/im Augenblick sein“ beim Schlagen der Taiko am Morgen und am Abend und tagsüber beim Sesshin als eine sehr wertvolle Kombination, ganz im Sinne es Satzes „Aus tiefstem Herzen sage ich euch allen: Leben und Tod sind eine erste Sache. (…) Darum seid achtsam und ganz gegenwärtig.“ 
Eine entsprechende Klangqualität wie die Taiko hatte für mich der laut tönende große Gong im Vorraum des Zendo beim Abendritual – eine Unmittelbarkeit, die für mich einem klanglichen Ausdruck „für eine Wirklichkeit, die vor Himmel und Erde steht“ sehr nahe kommt😊.

Nach dem Kursende habe ich auch einige positive/begeisterte Rückmeldungen von Gästen im Buchladen bekommen, die zuvor an unserem kleinen „Konzert“ bzw. der Präsentation des Gelernten am Sonntag vor dem Mittagessen teilgenommen hatten. Auf deren Nachfrage nach einem weiteren Kurs, habe ich sie auf das nächste Jahr im Sommer verwiesen und hoffe sehr, dass dann tatsächlich ein weiterer Kurs „Sesshin und Taiko“ angeboten wird.

Vielen Dank nochmals für den bereichernden Kurs und die schönen Tage am Hof!

Dieses wunderbare Format schwingt immer noch in mir nach und ich möchte meine Eindrücke kurz mit Ihnen teilen.
Die Verbindung von Stille und Klang durch das Schlagen der Taiko war eine große Bereicherung. Das eine hängt unweigerlich mit dem anderen zusammen und verstärkt dessen Intensität. Beides setzt eine enorme Energie frei, die nicht nur körperlich spürbar und sehr wohltuend ist. Durch das Trommeln entspannt sich ein spiritueller Raum zwischen meinem Körper und der Taiko, gleichsam in mir (…), ebenso mit den einzelnen Teilnehmenden, der letztlich alles anreichert und verbindet. Es entsteht ein Dialog mit der Trommel, weil sie mit ihrem Klang auf meine Berührung antwortet und mir damit mein inneres Erleben hörbar macht. Gleiches gilt für das gemeinsame Trommeln, was in einen meditativen Klangteppich mündet. Das zu Erleben hat mir einerseits inneren Frieden und gleichzeitig große Freude geschenkt. Haben Sie von Herzen Dank für dieses heilsame Angebot. Ich bin nachhaltig gestärkt in meinen Alltag zurückgehrt.
Meine Nachricht wäre unvollständig ohne einen Herzensdank an Manfred, Andreas und Niko, die mit ihrer warmherzigen Haltung, Anleitung und Begleitung einen kraftvollen Rahmen geschaffen haben.

Als langjähriger Teilnehmer von zen-Sesshins, sehe ich mich nun doch genötigt, erstmals ein feedback

zu einem Kurs zu schreiben:

Sensationelles Kursformat !!! 

Mit dieser positiven Wirkung hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Diese geniale Interaktion zwischen rhythmisch hämmerndem Trommelschlag – non-verbale Kommunikation der Teilnehmer – schweißtreibender körperlicher Anstrengung – Entspannung i.d. Natur – absolute Stille – ….. perfekt !!

Als Arzt mit engem Bezug zur Präventionsmedizin, kann ich dies so einigen meiner Probanden/Patienten dringlich empfehlen.

Neben Manfred und Andreas als fordernde, aber immer fürsorgliche Kursleiter, möchte ich herzlich der Programmplanung/Geschäftsführung danken, dass dieser Kurs möglich war. Das zeigt aus meiner Sicht, was den Benediktushof von anderen Zentren unterscheidet: ein vielseitiges und tolles Kursformat anzubieten