48h und mehr – ich bleibe wach – Challenge


In meiner Japan Reise war ja allgemein Schlaf irgendwie nicht so das Thema und in den letzten beiden Tage rettet recht auch nicht.
Meine Abreise aus Hachijojima ist mir sehr schwer gefallen, es war wie eine geliebte Person zu verlassen. Vielleicht war es ganz gut, dass meine Flugtermine kommunikativ in die Hose gegangen sind und ich mich so nicht mehr persönlich von Yoshio San verabschieden konnte.
Kaum in Tokyo gelandet, habe ich mich wieder in die kranke Gesundheitsmaschine und Diktatur der PCR Tests begeben. Übrigens auch wieder vollkommen umsonst. Kein Mensch wird sich bei meinem Abflug für diese Ergebnisse interessieren.
Danach mein Gepäck im Schließfach verstauen und ab in den Zug nach Yokohama.
Dort treffe ich mich zum Lunch noch einmal mit Ami Chan und sie lädt mich zusätzlich in die Miyamoto Studios ein und wir haben eine angenehme Hachijodaiko Stunde zusammen.
Vielen Dank Ami Chan!
Am Abend fahre ich zu Kota San, ich darf die letzten beiden Tage bei ihm wohnen.
Wer Japaner kennt, der weiß, dass dies ein unglaublich außergewöhnlicher Gastfreundschaftsbeweis ist, da Japaner selten andere Leute in ihre privaten Räumlichkeiten einladen. In der Regel sind diese auch viel zu klein.
Kota lebt mit seiner Frau und seinem süßen Sohn in einer kleinen vielleicht 30qm Wohnung, welche eigentlich zwei Wohnungen sind.
Den ersten Abend verbringen wir, natürlich die Taiko schlagend – ich erhalte noch einmal eine Lektion in Stauchi Variationen und Technik – Sushi essend und dann bis in die Nacht hinein mit seinem 3 jährigen Sohn verschiedene Trommeln in seinem Arpartment schlagend bis der ganze Raum mit Matratzen ausgelegt wird und wir ein paar Stunden schlafen.
Am nächsten Morgen macht Arisa San für und ein kleines leckeres traditionelles Frühstück und im Anschluss fahren wir alle zusammen im Auto nach Asakusa.
Während der Fahrt wollte Arisa San von mir ein Deutsches Kinderlied unterrichtet bekommen und wir lernen zusammen: Auf der Mauer, auf der Lauer sizt eine kleine Wanze.
Senta Kun hat mega Spaß und bekommt schier einen Trotzanfall, als wir aufhören mit singen. Übrigens kann er in seinem jungen Alter auch schon Freude schöner Götterfunken summen.
Nach einer Rundfahrt durch Asakusa fahren wir weiter, noch ca 70 Kilometer in die Präfektur Kanagawa, wo Kota San am Abend ein kleines Konzert haben wird.
Schlagzeug, Kontrabass, Gitarre und eine Gummiente reichen aus um den kleinen Keller, mit vielleicht 10 Zuschauern trotzdem zum Kochen zu bringen.
In dem ganzen Gewussel, die ganze Nacht aktiv natürlich Senta Kun. Ich überlege, wie ich als drei jähriges Kind meine Nacht verbracht habe. Sicher nicht mit meinen Eltern in einer kleinen Musikkneipe.
Nach Mitternacht begeben wir uns wieder auf die 1,5 stündige Rückfahrt, zwei Stunden ruhen und dann bringt mich um vier Uhr morgens Kota San zur Bushaltestelle dessen Bus mich zum Flughafen bringen wird.
Der Rückflug dauert diesmal 15 Stunden, da die Boeing von Japan aus Russland komplett meidet und Richtung Alaska fliegen wird und von dort über Grönland nach Europa.
Jetzt werde ich noch drei Tage Zeit haben um mich irgendwie wieder in meinem Alltag einzufügen und hoffentlich dauert es nicht wieder 3 Jahre bis ich mit euch meine nächsten Reise Erfahrungen teilen kann.
Danke euch fürs Lesen und dabei sein.
Bis bald
Andreas

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