Zu Hause und doch fremd?

Mein letzter Tag auf Hachijojima für diese Reise. Etwas hat diese Insel, das tief in mir drin sehr schöne Gefühle zum Klingen bringt. Ich merke wie ich wehmütig werde bei diesem Gedanken.

Entsprechend ist das Wetter.

In der letzten Nacht gab es einen fast taifunartigen Wind.

Aus den Erfahrungen der letzten Jahre weiß ich, dass diese Trauer bei einem heißen Fußbad am Besten aufgehoben ist und ich fahre zum Hotspring Foot Bath.

Ein unglaublich angenehmer Ort. Es kann kalt sein und stürmen und regnen und Du sitzt einfach auf deinen Holzbänkchen, hast deine Füße im heißen Wasser, ein Dach über dem Kopf und lässt deinen Blick über den Pazifik und auf seinen Wellen ruhen.

Kannst du den Kokyū sehen, den Atem des Meeres?

Hier entsteht der Plan, den Rest des Vormittags im ältesten Onsen der Insel zu verbringen.

Ich hatte ja schon irgendwo geschrieben, dass Hachijojima sich gefühlt gerade im Aufschwung befindet. Es wird viel gebaut, Altes abgerissen oder renoviert.

Und selbst das Äußere des Borawazawa Onsen hat einen neuen Anstrich bekommen. Leider hat es montags zu, aber ich darf den Wind und die prächtigen Wellen, die hier an dieser Stelle ideal zum Wellenreiten sind, sofern man das kann.

Danach besuche ich alternativ das Yasuragi-no-Yu. Ein sehr kleines Onsen, in welches sich wohl selten Touristen verlaufen.

Ich schaue auch noch einmal beim Uramigataki vorbei. Durch den gestrigen Regen nun ein ganz anderes Schauspiel, wie die Tage davor und dann heißt es auch schon wieder, Auto zurück bringen, noch einen Blick auf den Sonnenuntergang werfen und zurück zur Unterkunft um meine Taschen zu packen.

Übrigens jeden Abend, hier in Hachijojima um 17 Uhr, wird in Japan in den Straßen eine Melodie gespielt.

Ich habe in meinem früheren Reisen schon davon geschrieben, es ist die Melodie, welche den Kindern zeigt, es wird höchste Zeit nach Hause zu gehen.

Wie passend heute in meinem Fall. Morgen wird mich der Flieger zurück nach Tokyo bringen.

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